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Herzlich Willkommen

Oktober 10, 2009

Dieser Blog ist meinem Selbstversuch mit einer Saftkur nach dem Juice-Feasting-Konzept gewidmet. Dazu habe ich während zwei Monaten ausschliesslich frisch zubereitete Gemüse- und Fruchtsäfte konsumiert. Mehr zu diesem Konzept und meinen persönlichen Beweggründen gibt es rechts unter Häufige Fragen.

Um meine Erfahrungen von Anfang an zu verfolgen können auf der rechten Seite die Links unter „Archiv“ genutzt werden. Oder Direktlink zu meinem ersten Beitrag Tag 0: Das letzte Abendmahl.

Für Fragen und Feedback einfach einen Kommentar zum entsprechenden Beitrag schreiben, oder mich hier direkt kontaktieren.

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Juice Feast Breaking (Fasten-Brechen)

August 27, 2008

Es ist der sechste und letzte Tag des Feast-Breaking Protokolls. Ich habe den Green Smoothie Ansatz gewählt und obwohl es anfangs ziemlich fremd war wieder Ballaststoff einzunehmen, liebe ich mittlerweilen die Green Smoothies über alles. Interessanterweise verschwanden nach den ersten paar Tagen des Feast-Breakings meine Verlangen für feste Roh- und Kochkost. Dies scheint sehr merkwürdig aber wenn ich daran denke, dass ich ab morgen theoretisch wieder alles essen kann was ich will, lässt mich mit einem sicheren und keineswegs verführerischem Gefühl nach bestimmter Nahrung zurück…ausser nach noch mehr Green Smoothies. :-)

Was mich gedanklich jedoch etwas beschäftigt ist das Fehlen meines Stuhlgangs. Über drei Tage hinweg hatte ich keinen und mein Bauch ist wie ein Balloon angeschwollen. Daraufhin machte ich einen Darmeinlauf was eine riesen Erleichterung brachte. Gestern hatte ich dann endlich einen sehr kleinen eigenen Stuhlgang, aber ich hoffe einfach, dass sich mein Gedärme sehr bald wieder an den Umgang mit Ballaststoff gewöhnen wird.

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Tag 60: Erfolg & Erleichterung

August 21, 2008

Während den letzten zwei Tagen erlangte ich endlich die benötigte mentale Klarheit bezüglich meiner aktuellen Situation. Für ganze zwei Monate habe ich mit Nichts ausser frischem Saft gelebt und mein Geist und Körper haben davon erheblich profitiert. Obwohl meine Erfahrung eher ein Juice Fast als ein Juice Feast war und obwohl ich zu Beginn volle 92 Tage lang saften wollte, fühle ich nun, dass es das Beste ist meine Reise zu diesem Zeitpunkt abzuschliessen. Im Gegensatz zu vor zwei Tagen kann ich nun ehrlich sagen, dass das Ganze ein Erfolg ist und ich stolz bin auf das was ich erreicht habe. Ich verspühre Freude und einen inneren Frieden wenn ich daran denke morgen mit dem Feast-Breaking Prozess (dem Fasten-Brechen) zu starten. :-)

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Tag 58: Restriktion kontra Reichhaltigkeit (Zwei-Monats-Zusammenfassung)

August 19, 2008

Gestern Nacht konnte ich vor lauter Gedanken-Aktivität nicht einschlafen. Mitten in der Nacht um 3 Uhr musste ich dann endlich aufstehen um diese Gedanken und Gefühle bezüglich meiner Saft Fest Erfahrung niederschreiben. Vor 58 Tagen habe ich dieses Abenteuer begonnen. Anfangs war ich sehr begeistert und enthusiastisch. Ich habe viel über das Juice Feasting Konzept gelesen und mich so gut wie möglich darauf vorbereitet. Ich spürte, dass für mich der richtige Zeitpunkt für ein solches Abenteuer gekommen ist und hoffte mir damit mehr Klarheit, Energie, eine tiefgründigere Zufriedenheit, wie auch eine stärkere Beziehung zur Rohkost (insbesondere grünem Blattgemüse) zu verschaffen. (Schon seit etwa einem Jahr habe ich mich von Rohkost ernährt, hatte aber ein paar Rückfälle zu gekochter veganer Nahrung.)

Im Rückblick auf diese zwei Monate sehe ich einige positive Veränderungen die stattgefunden haben. Besonders während den ersten zwei Wochen machte ich eine intensive Reinigungsphase durch, in der ich viel eliminiert und folglich auch Gewicht reduziert sowie eine gutes Gefühl von innerer Sauberkeit erlangt habe. Meine Haut wurde rein und weiche und überraschenderweise hat sich sogar meine Augenfarbe verändert. Es gab viele Energie-Hochs und -Tiefs aber nach ein paar Wochen hat sich das stabilisiert….leider jedoch nicht auf dem gewünschten Level. Sogar jetzt nach diesen zwei Monaten ist meine Energie immer noch sehr tief, ich verspühre keine Antriebskraft und brauche mehr Schlaf als üblicherweise. Höchstwahrscheinlich ist es deswegen, weil meine Erfahrung bisher eher ein Juice Fasting anstatt ein Juice Feasting war, da ich es einfach nie das Konzept der Reichhaltigkeit (entsprechend einem Feast) umsetzen konnte. Tatsächlich befinde ich mich in einem Zustandsgefühl der Restriktion (entsprechend einem Fasten).

Nur selten schaffe ich es das eigentlich Minimum von 1 Liter Wasser (mit Zitronensaft) am Morgen und weiteren 4 Litern Saft während dem Tag einzunehmen. Zum einen ist das wahrscheinlich weil mein Metabolismus sich verlangsamt hat, aber auch weil die Saft-Zubereitung zur Last wurde. Am Anfang des Saft Fests habe ich versucht morgens all den Saft für den Tag zu machen. Für nur 3-4 Liter brauchte ich minimal 1.5 Stunden, was nach einer Weile sehr unangenehm wurde, besonders weil ich begann es als tägliche Pflicht zu empfinden. Zu Beginn des Saft Fests wollte ich eine Routine aufbauen. Ich freute mich alles strukturiert und geplant zu haben: jeden Morgen zur selben Zeit aufwachen, 1 Liter Wasser mit Zitronensaft trinken, Hygiene-Routine durchführen, Saft zubereiten, körperliche Betätigung ausüben, usw. Anstatt zur Gewohnheit wurde diese Routine aber immer mühsamer. In Wirklichkeit war es nicht einfach nur diese bestimmte Routine, sondern ich habe eine ziemliche Abneigung gegenüber Routinen generell entwickelt. Routinen geben mir ein sehr restriktives Gefühl und ich mag mich nicht mehr and Protokolle halten. Ich habe erwartet, dass mich das Juice Feasting vermehrt zu einem Gefühl der Freiheit und nicht der Zurückhaltung bringen wird.

Ein weiterer restriktiver Faktor ist die Verfügbarkeit sowie die Kosten für Lebensmittel. Tatsächlich gibt es hierzulande viel weniger grünes Blattgemüse (eines der Wichtigsten Nahrungsmitteln dieses Programms) als ich mir vorstellte. Momentan gibt es zwar eine kleine Auswahl, die aber besteht hauptsächlich aus nur leicht verschiedenen Salaten…nicht einmal Spinat oder Federkohl sind vorhanden! Von grünem Blattgemüse hatte ich während dem ersten Monat praktisch nur Lattich und Krautstiel. Gelegentlich gab’s mal Salat und Petersilie. Abgesehen von Äpfeln, Karotten und roter Beete habe ich auch von süssen Früchten wie Ananas, Beeren, Kokosnusswasser, und Orangen erst im zweiten Monat probiert. Zwar ist das Angebot an Früchten grösser als das von grünem Blattgemüse, doch ist das Problem nicht nur die Verfügbarkeit sondern auch der Preis. Erstens wachsen die meisten Früchte nicht lokal und zweitens ist biologische Qualität zusätzlich teurer (genau wie beim grünen Blattgemüse). Natürlich vor allem in grösseren Mengen die es zum Saften braucht. Biologische Qualität ist wichtig für mich und entspricht auch sonst meinem Standard. Als ich mit dem Saft Fest angefangen habe wusste ich, dass die Kosten für meine Nahrung höher liegen würden als normal und ich meinte dies auch akzeptieren zu können. Trotzdem merke ich nun wie dieser Aspekt hindernder ist als erwartet. Wenn ich ein unbegrenztes Budget hätte wäre ich überzeugt auch mental viel einfacher in die Stimmung von Reichhaltigkeit zu gelangen.

Nebst der Aversion gegenüber Routinen, der stark begrenzten Verfügbarkeit, sowie dem Kosten-Faktor gibt es noch ein weiterer Aspekt für meine restriktive Erfahrung: die ständige Beschäftigung mit Nahrung. Ich habe kürzlich Angela Stokes’ Bericht über ihre Juice Feasting Erfahrung gelesen in der sie beschreibt, wie bereits nach wenigen Wochen sie einen der Hauptgründe für ihre mentale Klarheit und ihr Freiheitsgefühl identifizieren konnte…sie musste nicht mehr ständig ans Essen denken! Nun, für micht ist es fast wie das Gegenteil. Sogar nach zwei Monaten Saften bin ich immer noch hauptsächlich mit Essen/Saft beschäftigt. Entweder muss ich daran denken was ich als nächsten entsaften werde, wie schön es wäre wieder feste Nahrung zu konsumieren, meine Lieblingsspeisen zu essen, und ich habe sogar spontan ein paar Rezepte kreiert die ich kaum warten kann auszuprobieren. Ausserdem habe ich Verlangen nach bestimmtem rohem wie auch gekochtem Essen. Das Verlangen ist zwar nicht ausserordentlich stark aber es scheint ständig präsent zu sein. Besonders wenn es nach Essen duftet, ich Leute beissen & kauen sehe, usw. Ich vermisse sogar einfache Smoothies und die Tatsache, dass ich nicht einmal dies haben kann lässt mich mit einem starken Gefühl von Restriktion zurück.

Also, im Moment fühle ich mich sehr hin- und hergerissen. Auf der einen Seite habe ich mir vorgenommen dieses Abenteuer 92 Tage lang zu machen und was ich anfange möchte ich generell auch zu Ende bringen (was teilweise wohl auch mit einer Angst vor Versagen zu tun hat). Auch wenn ich mir ziemlich sicher bin, dass ich weitermachen könnte, weiss ich einfach nicht ob ich soll oder das auch will. Ich bin nicht um meine Gesundheit besorgt, habe aber einfach keine Freude mehr und mein Energie-Level ist ziemlich tief. Ich sage mir selber, dass all dies vielleicht immer noch mit der mentalen/emotionalen Entgiftung zu tun hat und dass ich vielleicht volle 92 Tage brauche um all die Früchte dieser Reise zu ernten. Anderseits fühle ich, dass der Fortschritt stagniert und wundere mich ob mehr Veränderung überhaupt noch stattfinden wird. Wenn ich so wenig Motivation/Freude/Enthusiasmus übrig habe und ich meistens ein Gefühl von Restriktion anstatt von Reichhaltigkeit habe, ist es wirklich sinnvoll weiterzumachen? I weiss es einfach nicht.

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Tag 45: Kein Krepitus mehr

August 6, 2008

Vor diesem Saft Fest war ich ziemlich stark von Krepitus betroffen, also dem „knackigen“ Reibegeräusch beim bewegen von Gelenken. Über Jahre hinweg habe ich oft meine Finger, Zehen, Rücken, Nacken, und sogar meinen Brustkorb „geknackt“. Es war immer schmerzlos und hat mir daher nie Sorgen bereitet…es war einfach eine interessante Erscheinung. Jetzt habe ich bemerkt, dass dieses Reibegeräusch schon seit einer Weile fast nicht mehr vorkommt. Ich weiss auch nicht warum aber finde das eine ziemlich interessante Beobachtung.

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Tag 39: Simply Raw

Juli 31, 2008

Habe gerade die neue Dokumentation Simply Raw – Reversing Diabetes in 30 Days gesehen. Was für ein eindrücklicher und inspirierenden Film! Sehr gut gemacht und höchst empfehlenswert. Diabetes ist tatsächlich heilbar. :)

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Tag 38: Ernsthafte Bauchschmerzen

Juli 30, 2008

Bin 3 Uhr morgens aufgewacht mit enormen Bauchschmerzen die mich gezwungen haben bis 12 Uhr im Bett zu bleiben. Konnte kaum schlafen während dieser Zeit. Machte eine Darmspühlung, trank Kräutertee, und benutzte eine heisse Bettflasche. Nichts hat wirklich geholfen. Später trank ich auch noch einen Master Cleanser Saft der zwar keinen „cleansing“ Effekt auslöste dafür aber recht beruhigend wirkte. Dann auf einmal gegen Mittag waren die Bauchschmerzen weg und ich fühlte mich wieder gut.

Erstaunlich wie man von einem ernsthaft leidenden Zustand zurück zu Wohlbefinden und Gesundheit findet innerhalb von nur etwa einem halben Tag (9 Stunden).

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Tag 34: Nahrungsmittel für eine Woche

Juli 26, 2008

Bin gestern einkaufen gegangen und habe biologische Nahrungsmittel für etwa eine Woche besorgt. Wow! All das (ausser natürlich dem Ballaststoff) werde ich innerhalb der nächsten paar Tage in meinen Körper aufnehmen. Erstaunlich. :)

Produce for 1 Week Juice Feasting

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Tag 33: Verlangen!

Juli 25, 2008

Reis & Bohnen! Pasta mit Tomatensauce! Aaaaahh, warum habe ich immer noch (oder wieder) diese Verlangen nach Kohlenhydraten und stärkehaltigem Essen?!

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Tag 32: Grosse Erleichterung

Juli 24, 2008

Nach dem ganzen gestrigen Tag im Bett fühle ich mich heute wieder etwas besser. Besonders nachdem ich einen…ähm…riesigen Stuhlgang hatte. Es ist eindrücklich wie sich immer noch soviel ansammeln kann wenn ich doch bereits seit über einem Monat nichts als Flüssigkeit konsumiere.